Der Verlust eines geliebten Menschen, etwa durch Tod oder Trennung, einschneidende Lebensereignisse wie Krankheit oder der Verlust des Arbeitsplatzes, nicht erreichte Ziele oder der Verlust des Lebenssinns lösen in uns ein Gefühl der Trauer aus. Sie ist eine tiefgreifende Reaktion und ein individueller Prozess, der sich auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene ausdrücken kann.
Trauer ist keine Krankheit, sondern eine natürliche Reaktion, die dazu dient den schmerzhaften Verlust zu verarbeiten und das seelische Gleichgewicht wiederherzustellen. Jeder Mensch trauert auf unterschiedliche Weise. Dabei können Niedergeschlagenheit, Schmerz, Angst, Hoffnungslosigkeit sowie Schuld- und Schamgefühle die innere Gefühlswelt bestimmen. Andererseits kann Trauer auch Gefühle wie Wut, Zorn und Aggression in uns hervorrufen.
Manche Menschen ziehen sich aus ihrem sozialen Umfeld zurück und nehmen an keinen Aktivitäten mehr teil. Sie fühlen sich stigmatisiert und empfinden Begegnungen und Gespräche als bedrückend. Sie meiden Erinnerungen an den schmerzhaften Verlust und wollen nicht über diese reden. Andere suchen genau dies, weil die Erinnerung hilft, der Trauer zu entfliehen oder die Trauer in positive Erinnerungen zu wandeln.
Angehörige und Freunde wissen jedoch oft nicht, was sie sagen sollen oder wie sie helfen können und scheuen den Kontakt um nichts falsch zu machen oder etwas Falsches zu sagen.
Ebenso können wir in unserem Umfeld auch auf Unverständnis stoßen, weil die Trauer zu lange dauert oder als übertrieben empfunden wird. Floskeln wie „Es wird schon wieder.“ oder „Reiß dich mal zusammen!“ helfen nicht weiter und können uns das Gefühl geben nicht „normal“ zu sein.
Um sich diesen Konfrontationen zu entziehen oder auch um andere nicht zu belasten ziehen sich viele Menschen zurück und sind mit ihrer Trauer alleine gelassen, oftmals begleitet von dem Gefühl der Überforderung und Hilflosigkeit.
Trauer ist vielseitig und jeder hat seine individuelle Art und Weise zu trauern. Es gibt keine Regeln die uns vorschreiben wie intensiv sie sein darf oder wie lange sie anhält und ob bzw. wie wir uns adäquat verhalten sollen. Jeder Mensch geht unterschiedlich mit ihr um.
Ich möchte Ihnen einen geschützten Raum geben, der es Ihnen erlaubt Ihre Trauer anzunehmen und zuzulassen, frei von Beurteilung oder Bewertung von Gefühlen, Gedanken und Verhaltensweisen. Ein offenes Ohr und der gemeinsame Austausch soll Ihnen Orientierung und Halt geben und Ihnen dabei helfen die Trauer besser zu verstehen und sie zu verarbeiten.
Zusätzlich können unterschiedliche Methoden wie kognitive Verhaltenstherapie, Kreativtherapie, Entspannungstechniken und Hypnose die Trauerbewältigung unterstützen.
So individuell wie die Trauer selbst, ist auch der Verarbeitungsprozess. Daher ist es mir wichtig auf Ihre Bedürfnisse einzugehen und Ihnen die passenden Möglichkeiten zu bieten um der Trauer Ausdruck zu verleihen, sie zu verarbeiten und neue Lebensperspektiven zu entwickeln.